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Strategie: Was wir von Strategemen über Veränderungsdynamik lernen können

by Svenja Hofert
2. März 2026
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Als die USA und Israel den Iran nicht nachts, sondern am helllichten Tag angriffen, war das mehr als eine militärische Entscheidung. Es war ein strategisches Signal. Strategie lebt von der verborgenen Absicht. Und manchmal auch davon, Erwartungen bewusst zu brechen. Wer glaubt, Strategie sei nur Planung, unterschätzt ihre psychologische Dimension.

Das bekannte Strategem „Im Osten lärmen, im Westen angreifen“, häufig mit Sunzi in Verbindung gebracht, beschreibt genau diese Logik. Aufmerksamkeit wird gebunden, Erwartungshaltungen werden manipuliert, Timing wird bewusst gewählt. Wenn ein Angriff nicht im Schutz der Dunkelheit erfolgt, sondern demonstrativ am Tag, dann ist das Kommunikation. Und Kommunikation ist immer Teil von Strategie.

Strategie beginnt mit der Frage: Was muss verändert werden? Wozu will ich mich entscheiden?  Was verwerfe ich? Strategie ist nicht Planung. Planung optimiert das Bekannte.

Strategie bedeutet, unter Unsicherheit eine Richtung zu wählen und Alternativen bewusst zu verwerfen. Sie ist die Weichenstellung für Veränderung. Und entfesselt eine Veränderungssdynamik, bei der Strategeme eine wichtige Rolle spielen.

Taktik ist der einzelne Zug. Das Strategem ist das Denkprinzip dahinter. Es berücksichtigt psychologische Aspekte und macht Optionen sichtbar, die sonst gar nicht in Betracht gezogen würden.

Entscheidungen sind nur dann welche, wenn sie aus einem Dilemma heraus getroffen werden. Es muss also immer Alternativen geben. Es braucht Mut. Und es werden einen nie alle beklatschen. Strategie braucht, wenn sie verändern will Taktiken und Strategeme.

Was sind Strategeme — und warum sind sie für jeden relevant?

Strategeme sind Denkfiguren. Sie beschreiben typische Konstellationen von Macht, Aufmerksamkeit, Unsicherheit und Übergängen. Wer sie kennt, erkennt schneller, was wirklich läuft, in Politik, Unternehmen und Veränderungsprozessen. Denn sie leben vom Unklaren.

Die 36 Strategeme, vermutlich in der späten Ming- oder frühen Qing-Dynastie schriftlich fixiert, stammen aus einem kulturellen Kontext, in dem indirektes Handeln höher bewertet wurde als offene Konfrontation. Das ist uns oft fremd. Wir erwarten Direktheit. Wer A sagt, meint auch A.

Doch Direktheit versperrt in komplexen Veränderungsprozessen häufig Lösungen, weil sie Machtverhältnisse verkennt. Man kann die Übertragung der Strategeme auf den unternehmerischen Kontext kritisch sehen — sie zu kennen, kann trotzdem hilfreich sein. Vor allem ihre wichtigste Regel: Erst abwarten, was der andere tut — und dann handeln. Oder auch: Spielzüge beobachten. Was die Psychologie der Veränderung ausmacht, ist auf der Themenseite zur Psychologie der Veränderung dargelegt.

Im folgenden finden Sie neun Beispiele und eine Übertragung auf die heutige Zeit.

1. Das Gras schlagen, um die Schlange aufzuscheuchen

Modern gesprochen: Einen Testballon loslassen.

In Zeiten von Scheinexpertise, KI-generierten Publikationen und strategisch kuratierten Lebensläufen ist offene Konfrontation riskant. Wer sofort angreift, macht sich selbst angreifbar.

Strategisch klüger ist es oft, ins Gras zu schlagen, damit der “Gegner” sich zeigt. Das bedeutet Andeutungen machen, bei Vertrauten nachhaken, Reaktionen zu beobachten. Strategie bedeutet hier, Verwundbarkeit zu testen, bevor man sich selbst exponiert.

2. Im Osten lärmen, im Westen angreifen

Modern: Während des Fußballspiels Fakten schaffen.

Während eine Betriebsversammlung tobte, entschied der Vorstand im Hintergrund über den Verkauf eines Bereichs. Die Organisation arbeitete sich an Details ab, während strategische Weichen gestellt wurden. Aufmerksamkeit ist berechenbar. Menschen reagieren auf das Laute. Strategie nutzt das Unerwartete. Das jüngste militärische Vorgehen am Tag ist das eine. Nebenbei wird dadurch auch der Blick von den Epstein-Files gelenkt.

3. Das Brennholz unter dem Kessel entfernen

Modern: Die Distel an der Wurzel packen.

Ich habe zahllose Transformationen erlebt, in denen neue Begriffe eingeführt wurden, während personell alles beim Alten blieb. Agilität, Squads, Selbstorganisation. Gleiches Denken, gleiche Machtlogiken, neue Sprache. Märkte brachen weg, Wettbewerber zogen vorbei, dennoch rührte kaum jemand an den eigentlichen Ursachen. Ein neuer Kurs geht nicht mit alten Denkmustern. Strategie verlangt, an die Wurzel zu gehen. Nicht Symptome behandeln, sondern Strukturen verändern. Über dieses Strategem dürfte weitgehend Einigkeit bestehen: Macht fast immer Sinn. Und wird trotzdem selten gemacht.

4. Die Zikade wirft ihre Hülle ab

Modern: Des Kaisers neue Kleider.

Ränge und Titel bleiben bestehen, auch wenn Kompetenz fehlt. In Krisen wird sichtbar, was zuvor durch Struktur verdeckt war.

Ich habe erlebt, wie formal passende Personen strategische Digitalisierungsprojekte übernahmen, obwohl ihnen die Substanz fehlte. Die Hülle schützt nur begrenzt. Irgendwann wird sichtbar, dass darunter nichts ist. Strategie bedeutet, Oberfläche und Substanz zu unterscheiden.

5. Mit einem Lächeln den Dolch verbergen

Modern: Mit Wortakrobatik verschleiern.

Transformation klingt elegant. Restrukturierung notwendig. Potenzialfreisetzung fast poetisch. Sprache ist das erste Schlachtfeld jeder Krise. Ich habe in Unternehmen erlebt, wie Wortnebel gezielt eingesetzt wurde. Nicht offen lügen, sondern so formulieren, dass Eingeweihte verstehen und andere beruhigt bleiben. Wenn jedoch niemand mehr erklären kann, was die neue Strategie konkret bedeutet, ist Unklarheit selbst Teil des Plans. Führung trägt die Verantwortung, Klarheit nachzuliefern.

6. Im Chaos Fische fangen

Modern: Verunsicherung nutzen.

Wenn Budgets gestoppt werden und Arbeitsplätze unsicher erscheinen, verschiebt sich das Sagbare. Strukturen werden eingeführt, die in stabilen Zeiten nie akzeptiert worden wären. Ein bisschen Chaos stiften, kann also dazu beitragen, dass man endlich machen kann, was nötig ist.

Das Strategem beschreibt diese Dynamik nüchtern. Es ist keine moralische Empfehlung, sondern eine Beobachtung organisationaler Mechanismen.

7. Den Tiger vom Berg in die Ebene locken

Modern: Über die Medien brüllen.

Im großen Plenum ist man mutiger als im direkten Gespräch. Ein Zitat in einer Zeitung adressiert indirekt jemanden, den man eigentlich meint. Social Media schafft neue Bühnen. Unter Beobachtung verhalten wir uns anders. Auch das ist Strategie, besonders in der Politik. Es setzt auf sehr menschliche Mechanismen. Einfach mal etwas raushauen — und dann schauen, wer sich zeigt und wie schlimm es sein wird.…

8. Einen Ziegelstein werfen, um Jade zu erhalten

Modern: Probieren geht über Studieren.

„Damit kann ich doch nicht rausgehen, ich weiß noch gar nicht genau, was ich will.“ Diesen Satz höre ich häufig. Dahinter steckt die Erwartung, die perfekte Lösung möge sich ohne Risiko zeigen. Ich habe erlebt, dass ein unfertiger Gedanke mehr Resonanz erzeugt als ein perfektes Konzept im stillen Kämmerlein. Ein Ziegelstein kann Irritation auslösen und genau dadurch Bewegung erzeugen. Strategie entsteht oft durch den ersten Schritt, nicht durch vollständige Sicherheit.

9. Flucht ist die beste Strategie

Modern: Love it, change it or leave it.

„Bis zur Rente halte ich das noch durch“, sagen viele. Ich halte wenig davon. Es stabilisiert marode Systeme und ist langfristig nicht gesund. Wenn klar ist, dass der eingeschlagene Kurs nicht mehr der eigene ist, dann ist Rückzug kein Verrat, sondern strategische Hygiene. Man muss nicht alles aushalten. Fällt also auch unter “persönliche Strategie”.

Strategie und Veränderung neu denken

Strategeme sind eine Schule des Denkens um die Ecke. Man kann sich fragen: Was sehe ich gerade nicht? Welche versteckte Absicht könnte im Spiel sein? Welches verdeckte Ziel steht hinter einem Verhalten? Und man kann sich fragen: Wann macht es für mich selbst auch mal Sinn zu taktieren?

Für Führung bedeutet das, Macht- und Aufmerksamkeitsdynamiken bewusster zu lesen, statt nur auf Inhalte zu reagieren. Für Karriere heißt es, nicht naiv auf Transparenz zu vertrauen, sondern Konstellationen zu analysieren und die eigene Position klug zu wählen.

Strategie lebt von der verborgenen Absicht. Entschlüsselung verlangt Realitätssinn. Wer die Zeichen nicht lesen will, überlässt das Feld anderen. Strategisches Denken ist oft der Kern von Veränderungsvorhaben, die in der Akademie der Veränderung gestaltet werden.

Mehr zum Weiterdenken gibt es in den Substack-Kolumne “Kleine Schule der taktischen Spielchen”. 

Der Beitrag Strategie: Was wir von Strategemen über Veränderungsdynamik lernen können erschien zuerst auf Svenja Hofert.

Svenja Hofert

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