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Der Nubbel ist schuld! Die Psychologie der Gruppe

by Svenja Hofert
17. Februar 2026
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Die Psychologie der Gruppe zeigt sich an ihren Ritualen und an dem, was ihr Identität gibt. Rituale erhalten und verändern.

Ich bin in Köln groß geworden. Und ich erinnere mich gut an diese Momente am Ende des Karnevals, wenn der Nubbel verbrannt wird. Eine Strohpuppe, die für all das stehen soll, was in den letzten Tagen schiefgelaufen ist. Zu viel Alkohol, Fremdgehen, Geldverschwendung, über-die-Stränge-Schlagen. Der Nubbel wird auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Dabei liest ihm ein Priester seine Vergehen wir. Gruppenpsychologie pur.

Kleine Anekdote: Mein Opa war Priester. Er hat den Karneval geliebt. Als Kind fand ich die Doppelbotschaft seltsam. Mir wird das erst jetzt bewusst: Das war Gruppendynamik und katholische Individualpsychologie zugleich. Der Nubbel nimmt einem Scham und Schuld. Er lenkt Verantwortung auf einen Dritten, den es nur als Puppe gibt. Er ist ein Beichtstuhl für die Öffentlichkeit.

Die Psychologie der Gruppe

In Gruppen passieren merkwürdige Dinge. Dinge, die man rational kaum erklären kann und die trotzdem enorm wirksam sind. Jeder, der mit Veränderung zu tun hat, sollte sich damit beschäftigen. Stattdessen richten wir den Blick auf das Individuum. So wie es auch beim Nubbel passiert. Der Nubbel ist schuld! Schuld wird externalisiert und privatisiert. Verantwortung wird kollektiv verschoben. Gefühle werden synchronisiert. Man steht enger zusammen, gerade weil man gemeinsam etwas so Absurdes tut. Das Ritual stiftet Identität. Wie damals in der Grundschule und Mittelstufe kann man all seine negative Energie auf einen einzelnen Gegner lenken. Man muss nicht differenzieren. Das erleichtert.

Die Gruppe ist mehr als die Summe der Individuen

Dieser Satz ist nicht profan. In der Gruppe geht es um Zugehörigkeit. Um das Wir. Wer gehört dazu, wer nicht? In- und Outgruppe. Wer spricht unsere Sprache, wer teilt unsere Codes? Gruppen integrieren Verhalten über Beziehung. Sie erzeugen Sicherheit, indem sie Gemeinsamkeit betonen und Abweichung markieren. Man spürt sehr schnell, ob man „drin“ ist oder nicht. Und die Verunsicherten an der Grenze, die sind besonders verführbar. Wer nicht genau weiß, ob er Teil ist, tut alles, Teil zu werden. So funktioniert die Mafia, so funktionieren Hell´s Angels. Und Konzerne.

Teams sind künstliche Gruppen

Ein Team ist eine Erfindung der Neuzeit. Es ist eine künstliche Gruppe, die sich um Arbeit herum aufstellt. Die Arbeit ist wie die Nubbelverbrennung, sie stiftet gemeinsame Identität. Deshalb nennt Raoul Schindler das “G” in meinem Lieblingsmodell “Rangdynamik” auch “Gegner” (über das Modell und Machtdynamiken). Der “Gegner” ist das Ziel. Alle auf die Softwareentwicklung, yeah! Nur, wenn wir zusammenhalten, kann erreicht werden, was erreicht werden soll… oder will.  Und natürlich kann es statt um den Nubbel auch um den Schutz des Meeres gehen. Das nennt man dann sinnstiftende Energie. Das Meer zieht die Aufmerksamkeit wie der Nubbel. Zerstören und Erschaffen, der ewige Kreislauf.

Man muss sich nicht mögen, will es aber

Das ist vielleicht die unromantischste Wahrheit über Teams. Das, um was es geht, schweißt zusammen. Man sitzt in einem Boot. Sympathie ist kein Leistungsindikator. Ein Team kann hochproduktiv sein, auch ohne Freundesbeziehung. Eine Gruppe entwickelt diese Produktivität, siehe Nubbel, dagegen eher punktuell.

In Gruppen wirken Beziehungsstörungen unmittelbarer. Wer nicht dazugehört, wird spürbar markiert. In- und Out-Gruppen entstehen schnell, wenn der formale Rahmen locker ist. Das ist kein Fehler im System, sondern ein Grundmechanismus sozialer Identität. Abgrenzung stabilisiert das Wir. Gerade deshalb sind Rituale so mächtig. Sie bündeln Emotion und machen Zugehörigkeit sichtbar.

Der Vereinfachungsmechanismus in Gruppen

Je größer Gruppen werden, desto stärker vereinfachen sie all das, was sie aufnehmen. Die Differenzierung schwindet, auch die individuelle Fähigkeit dazu. Emotionen zirkulieren schneller als Argumente. Sprache wird zum Signal. Begriffe sind weniger präzise, sie verwässern spätestens wenn sie von der dritten Person auf die vierte übertragen wird. Die Nachricht wird dann automatisch verformt und simplifiziert.

Die Masse ist schwarz-weiß

Schon Gustave Le Bon, Autor des Bestsellers “Die Psychologie der Massen”, hat beschrieben, wie die Masse verändern und eine Art kollektiver Dämmerzustand eintritt. Masse ist für ihn eine sehr große, uniforme und konturlose Gruppe. Komplexität sinkt, Suggestibilität steigt, das Bedürfnis nach Führung wächst. Menschen suchen formale Führung, die Zuständigkeit klärt. Effektive Führung, die Ziele erreichbar macht. Und psychologische Führung, die Sinn stiftet und Sicherheit gibt. Gerade in großen Gruppen wird diese psychologische Dimension oft alles entscheidend. Was der Nubbel im negativen Sinn ist gibt es auch in seiner positiven Ausprägung: Alle stürzen sich auf den einen, das ist die Hoffnung.

Schwarz und weiß. Gut und böse. Und ja, je mehr wir diese Mechanismen verstehen, desto besser schützt uns das ihm zu verfallen. Je mehr wir das verstehen, desto spielerischer können wir mit Ritualen umgehen. Irgendwann weißt es auch du: Alles ist ein Spiel.

Der Beitrag Der Nubbel ist schuld! Die Psychologie der Gruppe erschien zuerst auf Svenja Hofert.

Svenja Hofert

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