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Warum Coaching in jeder Entwicklungsphase anders aussieht

by Svenja Hofert
11. Februar 2026
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Coaching ist nicht gleich Coaching. Das klingt banal, entfaltet jedoch weitreichende Konsequenzen für Ausbildung und Praxis. Denn es bedeutet beispielsweise, dass es jenseits allgemeiner Qualitätsstandards keine einheitlichen Standards für Vorgehensweisen geben kann. In diesem Beitrag erkläre ich, warum das so ist und welche Konsequenzen sich daraus für Coaches und die Coachingbranche ergeben. Die Folgen sind aus meiner Sicht weitreichend, auch für Verbände und Ausbilder.

Meine Hauptthese lautet: Unterschiedliche Coachingansätze passen zu unterschiedlichen Entwicklungsphasen von Menschen.

Während frühes Coaching oft darauf abzielt, Handlungsfähigkeit und Orientierung zu stabilisieren, geht es in späteren Phasen zunehmend um Kontextualisierung, Integration und Sinnfragen. Der Grund dafür liegt nicht in Persönlichkeitsunterschieden oder Intelligenz, sondern in der Struktur, mit der Menschen wahrnehmen und ihre Welt verstehen. Diese Struktur entwickelt sich auch im Erwachsenenalter weiter, geprägt durch Persönlichkeit, Umfeld und Veränderungserfahrungen. Im Ergebnis haben wir Menschen, die Wirklichkeit auf sehr unterschiedliche Weise konstruieren. Ihre strukturelle Wahrnehmung unterscheidet sich, nicht der Inhalt. So orientieren sich die einen primär am Verhalten anderer, während andere stärker auf sich selbst referenzieren.

Strukturelle Wahrnehmung unterscheidet sich

Die Art dieser Konstruktion hängt mit der Entwicklung des Ich zusammen oder präziser mit der Entwicklung des Selbst. Heinz Kohut beschreibt das Selbst als das Erleben des eigenen Ich als zusammenhängende Person. Ich-Entwicklung beschreibt, was jemand wahrnimmt, wie ehr Bedeutung bildet, Verantwortung versteht und Perspektiven entfaltet. Dabei wird das Denken mit zunehmender Ich-Entwicklung immer differenzierter und nuancenreicher und mehrdimensionaler.  Selbstentwicklung dagegen meint die Entwicklung der Persönlichkeit insgesamt, also Identität, Selbstbild, Selbstwert, Sinn und Integration von Erfahrungen.

Mini-Iche entfalten Vielfalt

Im Verlauf seiner Entwicklung integriert das Ich zunehmend unterschiedliche innere Zustände, man könnte sie Mini-Ichs nennen. Und nein, das sind keine inneren Kinder. Es sind situative Zustände, also jeweils kontextgebundene Interpretationen dessen, was das Ich gerade für möglich oder angemessen hält. Es gibt Menschen, deren Ich-Grenzen eng und stark abgegrenzt sind, während andere weite und durchlässige Grenzen entwickeln.

Unterschiedliche Verarbeitung von “Wirklichkeit”

Schon in meinen frühen Jahren als Coachin fiel mir auf, wie unterschiedlich Klientinnen und Klienten das verarbeiten, was für sie Wirklichkeit ist. Manche suchten vor allem nach der nächsten richtigen Handlung. Sie wollten wissen, wie man sich verhält, was angemessen ist und woran man sich orientieren kann. Ihr Denken war stark auf Zugehörigkeit und Anpassung ausgerichtet. Über diese Orientierung versuchten sie, ein stabiles Selbst zu bilden. Später beschrieb ich diesen Wahrnehmungsstil als Wir-Modus. Das darf nicht als Anpassung missverstanden werden. Eine Gruppe, auf die man seine Wahrnehmung bezieht, moderiert das Verhalten selbst dann, wenn man sich von ihr abgrenzt. Es geht also sowohl um Anpassung als auch um Abgrenzung. In beiden Fällen bleibt der strukturelle Bezugspunkt die Gruppe.

Suche nach Festigkeit

Andere Menschen erlebte ich als stark damit beschäftigt, im Rahmen dessen zu handeln, was sie geprägt hat und was sie für richtig hielten. Sie suchten nach Regeln, versuchten Widersprüche auszublenden und hatten oft Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse von dem zu unterscheiden, was man tut. Ebenso schwer fiel es ihnen, sich aus automatisierten Handlungsmustern zu lösen. Die Vorstellung, dass das eigene Ich aus unterschiedlichen inneren Anteilen — oder eben Mini-Ichen — bestehen könnte, war für sie vielleicht theoretisch zugänglich, nicht aber “embodied”. Sie wirkten stark geprägt, fast wie eine Münze, die festgeschrieben hat, wer sie ist. Sie strebten nach Konsistenz und Eindeutigkeit. Diesen Wahrnehmungsstil nannte ich später Richtig-Modus.

Eine weitere Gruppe suchte Orientierung jenseits von Regeln oder bloßer Zugehörigkeit. Sie strebte nach Zielen, Wirkung und Sinn ihres Handelns und konnte eigene Bedürfnisse differenzierter wahrnehmen. Sie war sich der eigenen Prägungen bewusster und hatte sich davon teilweise gelöst. Es bestand ein stärkeres Bewusstsein für Verantwortung und die Folgen eigener Entscheidungen. Dadurch wurde auch Zeit anders erlebt, strategischer und perspektivischer. Diesen Stil bezeichnete ich in meinem Buch “Hört auf zu coachen” als Effektiv-Modus. Nur diese Gruppe passte zu dem, was ich als klassisches Coaching-Handwerkszeug kennengelernt hatte, da sie wahrnehmen konnte, was sie selbst wollte und dies von sozialen Prägungen zu unterscheiden vermochte.

Mit diesen unterschiedlichen Logiken gingen unterschiedliche Fragestellungen einher. Sie reichten von Was soll ich tun und Was ist richtig für mich bis zu Wer will ich in dieser Situation sein. Entsprechend verschieden waren die Erwartungen an Coaching. Diese reichten von praktischer Handlungsorientierung über Zielklärung bis hin zu einer tiefen Auseinandersetzung mit eigenen Umwelten, mit Gegenwart, Vergangenheit und möglichen Zukünften.

Keine Frage der Intelligenz

Auffällig war für mich früh, dass diese Unterschiede nichts mit Intelligenz zu tun hatten. Mir saßen hochgebildete Menschen gegenüber, Professoren, Führungskräfte, Expertinnen, die dennoch Schwierigkeiten hatten, ihren nächsten Entwicklungsschritt selbst zu erschließen. Und die hoch zufrieden waren, wenn sie Klarheit darüber gewonnen hatten, am nächsten Tag eine Bewerbung zu schreiben. Andere wiederum schätzten Ziele als zentrale Orientierung und übernahmen Verantwortung für deren Erreichen. Und wieder andere erkannten, dass Ziele nur eine Kategorie unter vielen sind und dass es manchmal darum geht, sie loszulassen.

Erst die Beschäftigung mit Ich-Entwicklungstheorien machte mir deutlich, dass Coaching nur dann wirksam sein kann, wenn es die jeweilige Entwicklungslogik berücksichtigt. Der Beziehungsaufbau gelingt nur, wenn es hier “macht”. Worauf bezieht sich der Coachee? Woran orientiert er sich, wenn er Wirklichkeit konstruiert? Das muss man verstehen, um Hilfe anzubieten.

Helfen braucht Augenhöhe

Besonders prägend waren für mich die Impulse von Edgar H. Schein, der das Helfen als übergeordneten Begriff gegenüber Coaching und Beratung definiert. Unterstützung ist nur dann wirksam, wenn sie an die Bedürfnisse des Gegenübers anschließt und ein symmetrisches Verhältnis gewahrt bleibt. Entscheidend ist weniger die Methode als das Gelingen der Beziehung, denn erst dann entsteht eine Begegnung auf Augenhöhe, in der Hilfe angenommen werden kann.

Aus diesen Beobachtungen entwickelte ich den Begriff Flexi Coaching. Gemeint ist, dass die Logik des Gegenübers darüber entscheidet, wie Beziehung gestaltet wird und wodurch Coaching wirksam werden kann.

Später entdeckte ich, dass Tatiana Bachkirova ähnliche Beobachtungen wissenschaftlich weiterentwickelt hat. Bachkirova ist Professorin für Coaching Psychology an der Oxford Brookes University in Großbritannien. Dort leitet bzw. mit-leitet sie das International Centre for Coaching and Mentoring Studies. Sie gehört zu den zentralen Personen, die Coaching als wissenschaftlich fundierte Disziplin mitentwickelt haben. Ihre Arbeit konzentriert sich besonders auf entwicklungsorientiertes Coaching, das hierzulande noch kaum eine Rolle spielt.

Entwicklung des Selbst im Handeln

Ihre Theorie des Development of Self in Action, also der Entwicklung des Selbst im Handeln, beschreibt Coaching als entwicklungsabhängiges Geschehen. Im Zentrum steht dabei nicht nur die Frage, welche Ich-Struktur jemand hat, sondern wie sich das Selbst im konkreten Handeln zeigt und weiterentwickelt. Development of Self in Action geht davon aus, dass Entwicklung nicht abstrakt geschieht, sondern im Tun,  Entscheiden, Reflektieren und in Beziehung. Das Selbst wird nicht nur gedacht, sondern vollzieht sich in Aktion. Coaching wird damit zu einem Raum, in dem diese Selbstentwicklung sichtbar und gestaltbar wird. Es geht also um psychodynamische Selbstentwicklung, um das Erleben und Integrieren des eigenen Selbst. Und es geht nicht um die theoretische und kognitiv-strukturelle Verortung.

Drei grundlegende Strukturformen

Bachkirova unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen drei grundlegenden Strukturformen, unformed ego, formed ego und reformed ego, also ungeformt, geformt und neu geformt. Beim unformed ego sind die Ich-Grenzen noch nicht stabil. Identität ist stark kontextabhängig, Abgrenzung fällt schwer, die eigene Position wird leicht von äußeren Erwartungen überformt. Beim formed ego sind klare Ich-Grenzen vorhanden. Die Person verfügt über ein kohärentes Selbstbild, kann Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Orientierung entsteht über stabile Werte und Überzeugungen. Beim reformed ego wird diese Stabilität selbst zum Gegenstand der Reflexion. Menschen erkennen, dass auch ihre Werte, Überzeugungen und Identitätsmuster Konstruktionen sind. Ich-Grenzen werden weiter und flexibler, Ambivalenzen integrierbar — eben über einen neuen Blick auf das Selbst.

Die folgenden Bilder sind angelehnt an Bachkirova. Sie nutzt die Metapher vom “Reiter und Elefant” nicht im Sinn von Jonathan Haidt, sondern als Bild, um die Beziehung zwischen dem Bewusstsein und dem Organismus darzustellen.

Coaching zur Entwicklung eines gesunden Ich

Coaching gesundes EgoBeim Coaching zur Entwicklung eines gesunden Ich steht das unformed ego im Fokus. Hier geht es um Integration und Grenzbildung. Menschen beginnen zu erkennen, dass sie widersprüchliche Bedürfnisse, Rollen und innere Stimmen haben. Ein häufiges Problem ist die Schwierigkeit, situativ Nein zu sagen. Coaching unterstützt dabei, diese innere Vielfalt nicht als Problem, sondern als Ressource zu begreifen. Der Reiter sitzt noch nicht sicher im Sattel. Er weiß nicht immer genau, wohin er sich selbst führen soll.

Coaching des Ich

Beim Coaching des Ich adressiert der Coach das formed ego. Hier steht die Stabilisierung der Identität im Vordergrund. Menschen lernen, eigene Positionen zu formulieren, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Der Reiter  sitzt im Sattel, aber kann sich selbst noch nicht immer erkennen, weshalb er Orientierung in sich selbst braucht.Coaching des Ichs

Coaching über das Ich hinaus

Coaching über das Ich hinausBeim Coaching über das Ich hinaus steht das reformed ego im Zentrum. Menschen machen ihr eigenes Denken, ihre Werte und Identitätskonstruktionen zum Gegenstand der Reflexion. Perspektivwechsel, Systemdenken und Integration komplexer Zusammenhänge werden möglich. Der Reiter kennt sich gut und sucht Wege, über sich hinaus zu wachsen.

Coaching mit Blick auf die Seele

Beim Coaching mit Blick auf die Seele wird die Entwicklungsphase weniger zentral. Hier geht es um Sinn, Verbundenheit und existenzielle Fragen. Coaching schafft Raum für Reflexion, Stille und Bedeutungsfindung, ohne spirituelle Inhalte vorzugeben. Der Reiter möchte sich selbst in Bezug auf etwas Größeres mitnehmen.Coaching mit Blick auf die Seele

 

Die eigentliche Herausforderung für Coaches besteht darin, die Entwicklungslogik des Gegenübers zu erkennen, ohne sie zu bewerten. Ein Dilemma liegt darin, dass Coaches nur bis zur eigenen Entwicklungslogik mitschwingen können. Das gilt auch für Ausbilder. Im Idealfall ist der Coach in seiner Entwicklung also weiter als der Klient. Reflexion und Supervision sind Formate, die diese Entwicklung fördern. Entwicklungsbezogene Coachingkompetenz ist damit weniger eine abgeschlossene Weiterbildung als ein fortlaufender Bildungsprozess.

Die Fähigkeit, Entwicklungsräume bei sich selbst und anderen zu erkennen, wächst mit Selbstkenntnis und reflektierter Praxis. Die Auswahl passender Unterstützungsformen wird mit der Zeit zunehmend intuitiv.

Der Beitrag Warum Coaching in jeder Entwicklungsphase anders aussieht erschien zuerst auf Svenja Hofert.

Svenja Hofert

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